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v.l.n.r. Sebastian Reinwand, Julian Flügel, Simon Stützel, Paul Schmidt |
Seit dem 1.11. 2015 gehöre ich dem AsicsTeamMemmert an und starte auch vom Startpass des DLV dafür. Ziel unseres Teams ist es, unseren Laufsport auf sportlichen hohem Niveau, aber auch sozial vereinbar, zu leben. Wir wollen als leistungsfähigstes (Berufstätigen-) Laufteam Deutschlands gelten und mit unserer Art zu leben eine Vorbildfunktion erfüllen. Wir sind natürlich keine Vorbilder zum reinen Nachmachen.
Es sind die kleinen Dinge und Interaktionen, die "Lifehacks", die immer wieder zum Vorschein kommen und verbunden mit sportlichen Erfolg, ihre Wirkung zeigen sollen.
Als Individualsportler mit unterschiedlichen Wohnorten trafen sich unsere Wege in den letzten Jahren immer wieder. Über das Laufen tauscht man sich aus und verbringt Zeit miteinander. Dabei zeigte sich die gemeinsame Wellenlänge auch von den sozialen Gesichtspunkten. Der #runnerslifestyle zeichnet sich im optimalen Falle durch eine harmonische symbiotische Interaktion aus Sozialleben, Berufsleben und dem reinen Sport aus. Das streben wir an und schöpfen unsere Expertise neben dem Sport aus vielen anderen Lebensbereichen wie Management, Medizin, Sportwissenschaft, Finanzwirtschaft, Marketing und Medienwelt. Auf die einzelnen Hintergründe möchte ich die nächsten Wochen eingehen. Und ich freue mich, wenn weiterhin viele Leser diesen Weg verfolgen und sich positive und motivierende oder einfach nur unterhaltsame Erkenntnisse dabei herausziehen. Die Sportartikelfirma Asics hat diese Vorbildwirkung erkannt und uns in ihr Asics Fronntrunner-Programm aufgenommen, worin wir uns genau damit einbringen möchten. In diesem Sinne schließe ich mit dem ausgesprochenem Akronym nun auch meiner neuen Ausrüstermarke: Anima sana in copore sano! (lat. ein gesunder Geist in einem gesunden Körper)!
Und nun folgt ein weiterer Blogtext. Viel Spaß beim Lesen :-)
Train your base
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The loneliness of the long distance runner |
Runcommute
Als Elitestraßenläufer mit Vollzeitjob als Sportarzt und Wissenschaftler im Zentrum von Berlin ist das Laufen zunächst Grundlage um körperlich aktiv zur Arbeit zu kommen. Im Englischen heißt das "runcommute". 2 x 4 km tgl. mit Laufrucksack sind die organisatorische Basis meines Trainings. Im Sommer wurden morgendlich daraus manchmal 30 km-Läufe. Mit dem runcommute fühle ich mich aktiver, flexibler und aufmerksamer und fast auch schneller als mit jedem anderen Verkehrsmittel. Businesskleidung oder kleine Einkäufe stellen keine Herausforderung mehr dar, wenn man weiß, wo die nächste Dusche ist ;-). Laufend gibt es bei entsprechender Kleidung auch im Winter kein schlechtes, sondern nur "Crosswetter" (aus d. Engl. cross-country running).
Um das wieder zu schaffen sollte der Körper gepflegt werden. Auch an den ersten kalten Herbstmorgen werde ich nach den 4 Basiskilometern mit Stirnlampe kurz vor 7 warm im Fitnessstudio empfangen, um Aufbauarbeit zu leisten: Anhand der in meiner aktuellen Laufstilanalyse aufgedeckten Optimierungsmöglichkeiten wird im Krafttrainingsbereich fleißig Muskelaufbau und -dehnung betrieben. Im Fitness First Platinum Club Berlin Gendarmenmarkt habe ich zudem die Möglichkeit, Wassertraining durchzuführen. Nach einem aktivierenden Saunagang inklusive Selbstmassage und abschließenden Wechselgüssen ist mein Körper bereit für einen intensiven Arbeitstag, nach 2 km Auslaufen zum Sportinstitut der Humboldt-Universität.
Yoga for runners
1-2 mal wöchentlich und insbesondere Freitags schule ich meinen krummen Körper in Yoga, was mich nicht nur innerlich aufrichtet. Nach 1 Jahr Yogapraxis sehe ich dieses sogar als Hauptgrund meiner geringeren Verletzungsanfälligkeit und nachfolgend Explosion meiner Bestzeiten. Die mentale Erholung nach der Arbeitswoche spielt dabei eine essentielle Rolle. Innerlich gemittelt bewirkt für mich dann selbst oder gerade härtestes Lauftraining einen Ausgleich zum Beruf.
Training diversity
Zu dieser Basis baue ich mein Training je nach den zeitlichen Möglichkeiten aus, probiere neue Kurse und Alternativtrainingsmöglichkeiten um mich weiter auf das spezifische Lauftraining vorzubereiten. Beispielsweise ist das Ruderergometer eines meiner liebsten Spielzeuge geworden. Was mir gefällt und für ein gutes Körpergefühl sorgt behalte ich bei. Insbesondere für unerfahrene Sportler empfehle ich dafür die Beratung und Betreuung durch die Club-eigenen Fitnesstrainer. Beim ersten Verdacht auf Langeweile sind die Möglichkeiten im Studio fast unbegrenzt. Im Falle einer Verletzung weiß ich dann sofort, was ich alternativ trainieren kann.
New motivation
Mit dem Grundaufbau von Haltung und Kraft in meiner Lauftechnik im Studio platzen manchmal schon die ersten intensiven Läufe bei guter Musik im Ohr aus mir heraus, sodass auf einmal abends 5-runcommute-Kilometer in unter 17 min auf dem Tacho stehen. Mit weiterer Basisarbeit werden solche Trainingsreize dann verarbeitet und es kommen mit dieser neuen Stärke automatisch wieder die Ideen geplant spezifisch hart oder lang zu laufen.
Aktualisierung: heute wollte ich mal wieder einen longrun machen....die erste spezifische Einheit seit dem Berlin-Marathon :-)
Aktualisierung: heute wollte ich mal wieder einen longrun machen....die erste spezifische Einheit seit dem Berlin-Marathon :-)
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effect of basic training :-) a +100mileweek and a nice longrun :-) |